Hospizarbeit
Für einen würdevollen Abschied

In einer Gesellschaft, in der Sterben, Tod und Trauer weitgehend verdrängt werden, will die Hospizbewegung „Herberge“ sein für Menschen am Ende ihres Lebens. Ziel der Hospizarbeit ist es, besonders auf die Wünsche und Bedürfnisse schwerkranker und sterbender Menschen einzugehen. Die Begleitung in einem Hospiz oder durch den ambulanten Hospizdienst umfasst über die reine körperliche Pflege hinaus auch psychische, spirituelle und soziale Hilfestellungen im Sterben.

Der Hospiz- und Palliativberatungsdienst Potsdam besteht seit  dem 01.09.2001. Ergänzend zu Pflege und zu (schmerzlindernder) Medizin bietet er schwerkranken und sterbenden Menschen eine umfassende kostenfreie Begleitung zu Hause und in stationären Einrichtungen an. Zudem wurde hier eine Beratungsstelle für Trauernde eingerichtet, in der ausgebildete haupt- und ehrenamtliche MitarbeiterInnen ansprechbar sind. Zu den regelmäßigen Angeboten gehören Informationen in Form von offenen Themenabenden, Vorträgen und Fortbildungen.
Die Evangelisches Hospiz Potsdam gGmbH , eine Gesellschaft der Potsdamer Hoffbauer-Stiftung und des Evangelischen Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin, eröffneten am 16. April 2012 das stationäre Hospiz auf Hermannswerder. Damit wurde in Potsdam ein Ort geschaffen, an dem Menschen in ihrer Trauer, mit ihren Ängsten und Hoffnungen nicht allein sind und im Moment des Loslassens eine begleitende Hand spüren. Die Entstehungsgeschichte des stationären Hospizes Potsdam war begleitet von einem großartigen bürgerschaftlichen Engagement mit der Unterstützung tausender Menschen und Unternehmen.