Korea in Kleinmachnow
Pädagogen aus Korea zu Besuch


„Am meisten beeindruckt hat mich die Konzentration, mit der die Kinder bei der Sache waren – trotz ihrer Verschiedenheit.“ – Das Fazit der Schulleiterinnen und Schulleiter, Mitarbeiter von Schulverwaltung und Hochschulen fiel durchweg positiv aus.

Sieben Tage dauerte die pädagogische Rundreise der 25-köpfigen südkoreanischen Studiengruppe, die am 11. Oktober 2018 an der Evangelischen Grundschule Kleinmachnow Station machte. Im Zentrum des Interesses stand der Umgang mit Heterogenität. Denn auch in der sehr leistungsorientierten koreanischen Schulkultur wird diese zunehmend und in neuer Weise zum Thema. Zum Beispiel Mathematik: „Die Koreanischen Schülerinnen und Schüler sind sehr gut, wenn es darum geht, mathematische Operationen einzuüben und zu reproduzieren. Aber mathematisches Denken ist ein Problem. Ihr legt viel mehr Wert auf das Selberdenken“, resümierte ein koreanischer Kollege seine Eindrücke. Eine passende Einschätzung einer Schule, die sich – wie die Evangelische Grundschule Kleinmachnow – dem Dialogischen Lernen verschrieben und sich auf die Fahnen geschrieben hat, dass die Kinder zwar auch zeigen, was sie können, vor allem aber verstehen, was sie tun.

Dass die Schule hier spannende Einblicke zu bieten hat, zeigen nicht nur der Besuch der koreanischen Studiengruppe, sondern die Beteiligung an bundesweiten wie internationalen Schulentwicklungs- und Forschungsprojekten wie „Primarforscher“ und „EQUALPRIME“ (jeweils zu naturwissenschaftlichem Lernen und wissenschaftlichem Argumentieren).