Zusammenhalt und Zuversicht

Auch in schwierigen Zeiten halten wir zusammen und sind für einander da. Wir sind zuversichtlich, dass wir die Corona-Krise meistern - das gesamte Team, die Angehörigen und Bewohner gemeinsam.

Die regelmäßige, individuelle Pflege ist für uns selbstverständlich. Jetzt finden aber auch alle Freizeitangebote als Einzelbetreuungen statt: spazieren gehen, erzählen, vorlesen. Viele vermissen die Treffen mit anderen Bewohnern oder gemeinsame Beschäftigungsangebote.

Das Besuchsverbot ist für unsere Bewohner und Bewohnerinnen nicht einfach. Alle gehen unterschiedlich damit um. Einige sagen: wir packen das, wir haben schon ganz andere Dinge durchgestanden. Für andere ist es schwer auszuhalten, gerade dann, wenn eine Demenzerkrankung vorliegt.

Wir haben die Angehörigen dazu ermuntert, vermehrt Briefe zu schreiben, anzurufen oder sich per Videoanruf zu melden. Alles wird rege genutzt, vor allem auch die neuen digitalen Möglichkeiten. Manche Bewohner sind sehr verwundert, wie das alles funktioniert! Sogar Arztvisiten finden per Video statt.

Um den persönlichen Kontakt mit den Angehörigen nicht gänzlich abbrechen zu lassen, kommen einige Angehörige in unseren schönen Garten. Sie unterhalten sich dann mit ihren Lieben über mehrere Etagen am Fenster oder winken sich nur zu.

Es ist schön zu sehen, dass viele Menschen mit großer Anteilnahme auf die Situation unserer Bewohner blicken. Wir erhielten Briefe von Potsdamer Familien, die Kinder und Eltern der Kita Tausendfüßler sangen, bastelten und schrieben Karten und Ostergrüße. Viele Frauen haben uns selbstgenähten Mundschutz zur Verfügung gestellt.  Gerade in den ersten Wochen, als wir noch nicht genügend hatten, war das eine riesige Unterstützung.

An unserem Haus gibt es jetzt eine „Wand der guten Worte und Gedanken“. Sie dient als Kommunikationsplattform und wird zunehmend voller.  Wir freuen uns über ganz viele anerkennende Worte, die Kraft und Zuversicht spenden. Es ist schön, soviel Nächstenliebe zu erfahren!

Die Zeit ist für niemanden leicht, alle sind wir gleichermaßen betroffen.
Bleiben Sie gesund und passen Sie gut auf sich auf. 

Angelika Klatt
Einrichtungsleitung