Oberstübchen, frisch saniert: neue Lernräume in der dritten Etage des Evangelischen Gymnasiums Hermannswerder

Zur feierlichen Eröffnung versammelten sich im größten Raum des neu sanierten Obergeschosses Vertreter der Schüler*innen, ihrer Eltern, des Fördervereins, des Schulkollegiums und der Hoffbauer-Stiftung. Der Multifunkions-Raum – eigentlich für 80 Leute als Kino oder Konzertsaal geplant – durfte Corona-bedingt nur halb besetzt werden. Jürgen Kraetzig, der Geschäftsführer der Hoffbauer gGmH, und Schulleiter Leif Berling sprachen allen, die zum Gelingen des umfangreichen Projektes beigetragen hatten, ihren Dank aus. Für die musikalische Untermalung sorgte Lennart Scharfenberg, Schüler der Klassenstufe 11, am Klavier.

Es soll sehr eng gewesen sein da oben unterm Dach. Früher, als das dritte Stockwerk des Gymnasiums in viele einzelne Zimmer aufgeteilt war und von Schüler*innen und innewohnenden Lehrer*innen des Internats genutzt wurde. In den letzten Jahren traf man sich in den kleinen Räumen für Gruppenarbeiten und Workshops. Ab jetzt sieht hier zusammen lernen und leben so aus: In der Bibliothek in Büchern und Medien stöbern, sich mit anderen in gemütlichen Sitzecken treffen oder im Kreativraum ein Nähprojekt starten. Nichts erinnert in den lichten Räumen mehr an die Enge der kleinen Dachbodenzimmer, entstanden ist eine moderne Lernumgebung für eigenverantwortliches Arbeiten.

Bereits im März, unter dem Eindruck der Corona-Krise, hatte die Schule zu einem Kunst-Wettbewerb aufgerufen. Angeregt wurde, sich mit Fragen zur Pandemie kreativ auseinanderzusetzen. Wie erlebe ich diese Zeit, welche Erfahrungen mache ich, was tröstet mich? Alle Techniken und Formate waren erlaubt. Teilgenommen haben Schüler*innen von der 5. bis zur 10. Klasse. In den beeindruckenden Arbeiten begegnen uns die Sehnsucht nach Unbeschwertheit, die Hoffnung auf den kommenden Frühling, den auch Corona nicht aufhalten kann, aber auch düstere, angstvolle Szenen.

Es lohnt sich, die Ausstellung im neuen Galerieflur zu besuchen und einen Blick in die Räume der dritten Etage zu werfen!