Auch 2026 beteiligten sich die Hoffbauer Kitas an den Aktionen rund um den „Kitakollaps”. Das Bündnis aus Trägern und Elternvertreter*innen hatte alle Kitas, Tagespflegestellen und Horte im Land Brandenburg zu Protesten zwischen dem 11. und 15. Mai 2026 aufgerufen, um sich für ein neues, zukunftsorientiertes Kitagesetz für Brandenburg einzusetzen. Am Mittwoch, den 13. Mai, rief das Aktionsbündnis gemeinsam mit der LIGA der freien Wohlfahrtspflege dazu auf, Kitas bereits nach 8 Stunden zu schließen. Unter dem Titel „Brandenburg, halb drei? Kita vorbei!“ zeigten die Einrichtungen auf, welche Auswirkungen die Nicht-Finanzierung längerer Betreuungszeiten hat.
Die Hoffbauer-Kitaleitungen hatten bei ihrem Konvent im Mai in Vorbereitung auf den „Kitakollaps” ein gemeinsames Lied komponiert. Darin heißt es: „Wir geben alles, jeden Tag mit letzter Kraft. Doch immer mehr zerfällt in diesem System. Man redet viel darüber, dass man Wandel schafft. Doch stehen bleiben wir mit jedem Problem. Kita am Limit – jeden Tag zu wenig Zeit.”
Folgende Einrichtungen von Hoffbauer beteiligten sich an der Aktionswoche:
Evangelische Kita Kleine Fische Oranienburg: Am 13. Mai fand in der Kita eine Gesprächsrunde mit Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder, dem SPD-Landtagsabgeordneten Björn Lüttmann, Frank Hohn, Vorstandsvorsitzender der Hoffbauer-Stiftung und zwei Vertreterinnen unseres pädagogischen Teams und interessierten Eltern statt. Die Eltern übergaben Postkarten, auf denen sie Fragen, Anregungen, und Wünschen formuliert hatten. Am 11. Mai startete die Kita zudem mit Kindern und Eltern eine Sichtbarkeitsaktion auf dem Schlossplatz vor dem Schloss Oranienburg – dem Sitz der Stadtverwaltung. Und am 12. Mai beteilige sich die Kita an der Aktion „Brandenburg halb 3? Kita vorbei!“ Das Team der Kita Kleine Fische: „Wir fordern unter anderem die Einführung einer 3. Betreuungsstufe für einen Betreuungsbedarf von mehr als 7,5 Stunden täglich und den Rückgang der Kinderzahlen als Potenzial für Qualitätsverbesserung zu nutzen, statt Stellen abzubauen und Einrichtungen zu schließen."
Zahlreiche weitere Hoffbauer-Kitas schlossen am 13. Mai früher: die Evangelische Campus-Kita Werder, die Kita Geolino in Potsdam und die Evangelische Kita St. Nikolai Jüterbog schlossen an diesem Tag um 16 Uhr.
Auch das Team des Horts der Evangelischen Grundschule Babelsberg wurde kreativ und hat gemeinsam mit den Kindern Plakate gestaltet und am 13. Mai zu einem Elterncafé eingeladen, bei dem es Platz für Austausch und Fragen gab. „Keine Reform ist auch keine Lösung! Auch dieses Jahr waren wir bei der Aktion dabei und haben auf Änderungen aufmerksam gemacht, die es für eine gute Kindertagesbetreuung braucht. Dazu zählen eine auskömmliche Finanzierung des neuen Rechtsanspruches auf 8 Stunden Betreuung am Tag, eine sozial gerechte Regelung zur Beteiligung der Familien an den Kosten u.a. für Mittagessen im Hort und natürlich auch eine Personalbemessung, die sich am Bedarf der Kinder orientiert”, sagte Hortleiterin Kirsten Michaelis.
Bereits im vergangenen Jahr hatten sich Hoffbauer-Kitas an den „Kitakollaps“-Aktionen beteiligt, unter anderem mit einem Protest vor dem Potsdamer Landtag.















