Wie wichtig und nachgefragt die Arbeit des Kinder- und Jugendtelefons Potsdam (KJT) ist, belegt der Jahresbericht 2025.
Insgesamt verzeichnete das Team der Ehrenamtlichen rund 8.000 Anrufe. Das niedrigschwellige, anonyme und vertrauliche Beratungsangebot wird von Kindern und Jugendlichen regelmäßig genutzt und bietet ihnen die Möglichkeit, über Probleme zu sprechen, mit denen sie sonst oft allein bleiben. Neben der Telefonberatung bietet das KJT auch Mail- und Chatberatung an. Unter dem Motto „Schreiben statt Schweigen“ können Kinder und Jugendliche dort Unterstützung bei Sorgen und Krisen erhalten.
Häufige Themen der um Rat suchenden Kinder- und Jugendlichen waren Stress, Leistungsdruck, Ängste sowie die weiterhin spürbaren Folgen der Pandemie. Auch existenzielle Belastungen wie Suizidgedanken, sexualisierte Gewalt, Sorgen über Kriege, den Klimawandel und steigende Lebenshaltungskosten spielten eine wichtige Rolle.
2025 hat des KJT zudem im Rahmen eines Projekts Schulkooperationen zur Krisenintervention initiiert. Ziel ist es, junge Menschen direkt in ihrem Lebensumfeld zu erreichen und präventive sowie akute Hilfsangebote bereitzustellen. Die Arbeit des KJT wird in Potsdam von 50 Ehrenamtlichen getragen, darunter 15 Jugendliche im Projekt „Jugendliche beraten Jugendliche“. Alle Berater*innen absolvieren eine 100-stündige Ausbildung und engagieren sich monatlich ehrenamtlich. 2025 wurden 9 neue Ehrenamtliche ausgebildet.
Auch 2026 werden wieder neue Ehrenamtliche ausgebildet. Schwerpunkte der Ausbildung sind Selbstreflexion, Empathie, Gesprächsführung und die Fähigkeit, aufmerksam zuzuhören. Hier geht es zu weitere Informationen.
Die Arbeit des Kinder- und Jugendtelefons wir vom Land Brandenburg, der Landeshauptstadt Potsdam sowie weiteren Partnern unterstützt.
Hier können Sie den Jahresbericht 2025 lesen.
