„Seid großzügig gegen die Kranken und Schwachen.“ Dieser Satz von Hermann Hoffbauer ist zu meinem Leitspruch geworden.
Als ich 1999 das erste Mal durch das rote Tor nach Hermannswerder fuhr, wünschte ich mir die Chance zu bekommen, in die Fußstapfen der letzten aktiven Oberin S. Sybille Müller als Pflegedienstleitung des Altenpflegeheims „Hertha von Zedlitz“ zu treten. Und es hat geklappt: 20 Jahre leitete ich die heutige Seniorenpflege auf Hermannswerder. Es folgte eine Beschäftigung im Zentralen Qualitätsmanagement.
Nun mit 62 Jahren bekam ich nochmal eine Chance, mich einer großen Herausforderung anzunehmen und mein Fachwissen kombiniert mit Lebenserfahrung für eine besondere und große Einrichtung einzubringen. Das Vertrauen des Vorstandes und meiner Kolleginnen und Kollegen hat es mir leicht gemacht „Ja“ zu sagen.
Seit dem 19. Dezember bin ich nun die neue Standortleitung in Ferch. An meiner Seite meine Kollegin Ilona Wittig. Ohne sie als erfahrene Pflegedienstleitung wäre ein erfolgreiches Führen nicht möglich. Gemeinsam stellen wir uns den täglichen Herausforderungen. Ganz besonders schätze ich ihre geradlinige Art, gepaart mit hohem Sachverstand und Fachkompetenz.
Zu mir und meinem beruflichen Hintergrund: Ich absolvierte mein Fachschulstudium zur examinierten Krankenschwester und danach die Fachschwesterausbildung als Gemeindeschwester. Nach der Wende folgte die Heilpädagogenausbildung, die PDL-Qualifizierung, der Akademiekurs Management in sozialen Organisationen und im Anschluss das Studium zur Diakoniewissenschaftlerin an der Universität in Heidelberg. Privat liebe ich es, mich um meinen großen Garten und die Ernte zu kümmern und um meine Familie. Die ist schon immer mein Motor. Ich bin verheiratet und habe zwei erwachsene Söhne.
Eine menschenwürdige Pflege ist eines meiner Hauptanliegen. Doch dieser Wert ist nur mit Personal möglich, das sich berufen fühlt, in diesem besonderen Arbeitsbereich zu arbeiten. Deshalb sind mir die Ausbildung von Fachpersonal sowie eine wertschätzende Mitarbeiterführung ganz besonders wichtig. Mir geht es gut, wenn es denen gut geht, für die ich verantwortlich bin, dann ist mein Tagwerk getan. So fahre ich nun nicht mehr auf „meine“ schöne Insel nach Hermannswerder, sondern nach Ferch in „meine neue Einrichtung“. Ich freue mich jeden Tag aufs Neue, diese Herausforderung angenommen zu haben. Ich freue mich, dass es weiter geht.
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