Trauer in Corona-Zeiten

Neben der Angst vor Ansteckung ist vor allem die Isolation ein Grund weshalb sich Menschen in Corona-Zeiten hilfesuchend an Beratungsstellen wenden. Besonders betroffen sind Trauernde, denn ihnen fehlt in dieser Situation ganz besonders das Gespräch und das Gegenüber eines Menschen. In Kontakt zu bleiben ist für sie ganz wichtig.

Die Trauerangebote des Hospiz- und Palliativberatungsdienstes werden auch in diesen Zeiten weitergeführt. Gruppentreffen auf Hermannswerder sind derzeit nicht möglich. Die Beratungsstelle für Trauernde begleitet deshalb z.B. in Form von regelmäßigen Gesprächen am Telefon oder verabredet sich bei Neuanfragen zu einem Spaziergang auf der Insel Hermannswerder – unter Einhaltung des Mindestabstands.

Mit Rundbriefen erreichen die Beraterinnen die Trauernden, die sich sonst regelmäßig in Trauergruppen auf Hermannswerder treffen, Familien, jung Verwitwete, Kinder und Jugendliche. Die Briefe geben Anregungen zu Naturheilkunde, Übungen oder kreativen Aktivitäten. Der persönliche Kontakt ist trotzdem nicht zu ersetzen. Deshalb sind die ehrenamtlichen Trauergruppenleiterinnen mit den einzelnen Jugendlichen telefonisch oder via Messenger-Dienste im Austausch.