Fontanes Lebensgeschichte als Graphic Novel
August
Wann: 2. Sept. bis 5. Oktober 2019
Wo: Stadt- und Landesbibliothek Potsdam, Am Kanal 47, 14467 Potsdam

Herrn Ribbeck auf Ribbeck im Havelland kennt hierzulande jedes Kind. Kein Wunder, ist doch das berühmte Gedicht Theodor Fontanes über den menschenfreundlichen Adeligen fester Bestandteil des Rahmenplans in Brandenburger Schulen. Doch was wissen die Schüler*innen eigentlich über Theodor Fontane? Wie hat er gelebt, was war er für ein Mensch?

Vor 200 Jahren in Neuruppin geboren, wird Fontane in diesem Jahr auf vielfältige Weise gefeiert. Dies zum Anlass nehmend begaben sich 50 Schüler*innen der Evangelischen Grundschule Potsdam zunächst in unmittelbarer Nachbarschaft - im Theodor-Fontane-Archiv - auf Spurensuche.

Gab es den Herrn Ribbeck auf Ribbeck im Havelland wirklich? Ist Fontane für seine „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ tatsächlich nie gewandert? Wie wird man als Apotheker Schriftsteller?
Viele Fragen, mit denen man sich der Persönlichkeit Theodor Fontane nähern kann. Die Schüler*innen erarbeiteten vielfältige Aspekte seines Lebens, die sowohl die private als auch die öffentliche Seite Fontanes beleuchten. Dabei ging es weniger um eine Chronologie als um  Themenfelder wie Kindheit, Vater-Sohn-Beziehung, der Familienmensch, der Reisende, der Briefeschreiber, der Alte Fontane, vom Apotheker zum Journalist, der Theaterkritiker, der Kriegsberichterstatter, vom Journalist zum Schriftsteller: die Wanderungen, die Balladen und Romane.

Jede Schülerin oder jeder Schüler hat im Comic-Stil ein biographisches Detail oder eine Anekdote in eine zumeist sechsteilige Bildsequenz umgesetzt. Bei den vielen unterschiedlichen Zeichenstilen bildet die Kombination aus Zeichnung und Collage die formale Klammer des Gesamtwerks.
Wie bei einem Puzzle ergibt sich erst beim Zusammenfügen aller Einzelteile ein Gesamteindruck und beim Zusammenfügen der Bildgeschichten aller Schüler*innen das Gemeinschaftswerk "Fontanes Lebensgeschichte als Graphic Novel"!

Vom 2. September bis 5. Oktober 2019 sind die Arbeiten in einer Ausstellung in der Stadt- und Landesbibliothek zu sehen.

Angela Fleischer