Hoffbauer gGmbH

Der Kreisauer Kreis im Widerstand gegen den Nationalsozialismus

Gespräch mit Helmuth Caspar Graf von Moltke über seine Eltern Helmuth James und Freya von Moltke

Helmuth Caspar Graf von Moltke, geb. 1937, ist der älteste Sohn von Freya und Helmuth James. Er lebt in Vermont/USA.  Seine Gesprächspartner über das besondere Erbe seiner Eltern und was wir heute gegen den Geist des Nationalsozialismus tun können sind Schüler, Lehrer, Eltern und Gäste des 73. Hermannswerderaner Abends am 7. April um 19 Uhr.

„Die Sache, wegen derer ich umgebracht werde, wird in die Geschichte eingehen, und kein Mensch weiß, wie. Euch aber will ich folgendes sagen: ich habe mein ganzes Leben lang, schon in der Schule, gegen einen Geist der Enge und der Gewalt, der Überheblichkeit und der mangelnden Ehrfurcht vor Anderen, der Intoleranz und des Absoluten, erbarmungslos Konsequenten angekämpft, der in den Deutschen steckt und der seinen Ausdruck in dem nationalsozialistischen Staat gefunden hat. Ich habe mich dafür eingesetzt, dass dieser Geist mit seinen schlimmen Folgeerscheinungen wie Nationalismus im Exzess, Rassenverfolgung, Glaubenslosigkeit, Materialismus überwunden werde. Insofern werde ich vom nationalsozialistischen Standpunkt zu Recht umgebracht. Ich habe aber nie Gewaltakte wie den des 20. Juli gewollt.“(1) Diesen Text schreibt Helmuth James Graf von Moltke in einem illegalen Brief am 11. Oktober 1944 aus dem Gefängnis an seine Söhne Caspar und Konrad. Helmuth James wurde am 23. Januar 1945 in Plötzensee hingerichtet.

Wann:          Freitag, 7. April 2017, 19 Uhr

Wo:              Aula des Evangelischen Gymnasiums Hermannswerder
                     Hermannswerder 18, 14473 Potsdam

Kontakt        Dr. Erdmute Nieke, Tel. 0331/2313141
 

Der Eintritt ist wie immer frei.

Das Gymnasium pflegt seit dem Jahr 2000 die Tradition der Hermannswerderaner Abende. Zeitzeugen, Literaten, Historiker, Theologen, Journalisten, Naturwissenschaftler, Theaterleute ziehen mit interessanten Themen das Publikum aus allen Generationen in ihren Bann. Die Abende sind öffentlich und finden vier bis sechs Mal im Jahr statt. Weitere Informationen unter www.gymnasium-hermannswerder.de

[1]Zitat: Helmuth James und Freya von Moltke: Abschiedsbriefe Gefängnis Tegel – September 1944 bis Januar 1945 (hg. v. Helmut Caspar von Moltke und Ulrike von Moltke), München 2013, S. 63.

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